Szenenwechsel im
Kulturbahnhof kreuztal
"backstage - on the stage"

Aktuelle Ausstellung // szenenwechsel XLVII

Eberhard Stroot

"backstage - on the stage"

***ACHTUNG: ERSTMALIG ERSTRECKT SICH DIE AUSSTELLUNG AUCH AUF DIE "SCHAUFENSTER"-FLÄCHE IN DER STADTBIBLIOTHEK KREUZTAL***

Die Bewegung auf allen  Ebenen – Stroots Thema.

Der multimedial arbeitende Künstler inszeniert den Facettenreichtum der Motion. Das Animalische, Urwüchsige, Sinnliche, Grazile, verschmilzt zu  einer poetischen Gesamtkomposition.

Im Tanz zum Beispiel, ein immer wiederkehrendes Thema, integrieren sich Anmut,  Explosivität, Geschlechterkampf und letztendlich die Auseinandersetzung mit sich selbst. Mann und Frau tanzen, laufen, springen, schreiten, stolzieren, bäumen sich auf, um sich in spontanen, stark von Emotionen getragenen Situationen bildhaft zu  entladen. All die dazu entstandenen Zeichnungen, Malereien, Objekte und auch Plastiken erscheinen als Momentaufnahmen, werden zur Poesie, zeigen symbolisch beredte Augenblicke aus dem Ablauf der Bewegung. Das gibt den Arbeiten  gewaltige Kraft – zwingt die Bewegung aber auch in Erstarrung.

Die Bewegungen voller Energie und Sinnlichkeit, zuweilen sogar Ekstase, sind nicht mehr nur in einzelnen Augenblicken festgehalten, sondern in mehreren aufeinander folgenden. Die Zeit scheint  sich aufzulösen. Die explosive Linie bestimmt das Tempo. Jede Figur erzählt eine Geschichte.

Die Umkreisung des Themas in immer neue zeichnerische und malerische Formulierungen ist von der Direktheit des Strichs und der Herangehensweise ebenso charakteristisch, wie von einer Einfühlsamkeit, die das Allgemeingültige im Einzelnen aufspürt.

Die Klarheit und Exaktheit der ausdrucksstarken „Strootschen Bewegungswelten“ basieren auf Eigenerlebtem,  seiner treffsicheren Beobachtung, die im Spielerischen Erkenntnis findet und von einer Leichtigkeit getragen wird.

Die Vielseitigkeit des Künstlers zeigt sich auch in der Auswahl von verschiedenen Materialien. Sein Schaffen findet auf Leinwänden, Acrylglas, Holz,  Papier und  Aluminiumblechen statt.

In wellenförmiger Ausdehnung, wie das Wasser  nach  einem Steinwurf, umkreist Stroot sein großes  Thema, lässt nichts aus, fasziniert vom ewig Alten und immer Neuen. Und wenn die letzte Welle verebbt ist, wirft er einen neuen Stein.