Katharina Hochhaus

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SZENENWECHSEL im Kulturbahnhof

Im Zuge der Sanierung und Modernisierung des alten Kreuztaler Bahnhofes zum neuen Kulturbahnhof hat die Stadt Kreuztal auch kulturelles Neuland betreten: die Bildende Kunst hat mit dem Ausstellungsbereich in der neu und modern gestalteten Empfangshalle ein würdiges Domizil im öffentlichen Raum erhalten. Pro Jahr sind drei bis vier Kunstausstellungen aus allen Sparten der bildenden Kunst geplant. Zur Verfügung steht eine 12 x 3,5 Meter große und komplett verglaste Ausstellungsfläche. Auch die technischen Vorraussetzungen für Videoinstallationen sind gegeben.

Das Ausstellungskonzept szenenwechsel steht nicht nur für regelmäßig wechselnde Präsentationen verschiedener Künstler und deren Werke aus allen Sparten der bildenden Kunst. Vielmehr wird im Kulturbahnhof Kunst abseits der gewohnten „Bühnen“, Museum oder Galerie sinnlich erlebbar gemacht.
"Szenenwechsel" bedeutet auch sich nicht auf ein Bühnenbild zu beschränken, Auftritt und Thema nicht immer gleich zu gestalten. Der Kulturbahnhof steht daher allen Künstlern offen - egal ob bekannt oder unbekannt, alt oder jung, klassisch, avantgardistisch oder revolutionär.

Die dauerhafte Installation der Ausstellungsfläche im öffentlichen Raum „Bahnhof“ garantiert dabei den Transport von Kunst zum Betrachter, während die zwangsläufige Notwendigkeit des Verweilens das Betrachten, Erfahren, Studieren der ausgestellten Exponate zwar nicht erzwingt, aber dennoch die Auseinandersetzung des Betrachters mit der Kunst und den Austausch mit Anderen über die Kunst begünstigt. Jeden Tag sollen zahlreiche Zugreisende und Besucher die „Szene“ Kulturbahnhof betreten und für einen Moment des Wartens oder bei einer Tasse Kaffee Teil des Konzeptes werden; vielleicht für einen kurzen Moment innehalten und sich einbeziehen lassen, bis der nahende Zug die Rückkehr in den Alltag ankündigt. Was und wie viel jeder Einzelne von der öffentlichen Konfrontation mit Kunst für sich mitnimmt, bleibt ungewiss - gänzlich wegsehen wird aber wohl niemand können.