Szenenwechsel im
Kulturbahnhof kreuztal

Über Ulrich Langenbach

Wie hängen Wahrnehmung und Verstehen zusammen? Was meinen wir, wenn uns Dinge als das erscheinen, was sie „sind", sie also eine bestimmte Bedeutung haben, für uns bedeutend werden?
(...)
Um solche hermeneutischen Zusammenhänge zu befragen, verknüpft der Künstler Ulrich Langenbach Dinge so, dass sie sich nicht eindeutig zueinander ordnen, sondern zu irritierenden Momenten, paradoxen Situationen, mehrdimensionalen Konstellationen verdichten.
Sein Material findet er in allen möglichen Lebenswelten: in der Werbung und in Medien, in Fotoalben und Bilderbüchern, in Zeitungstexten, Lexika und Theoriebänden, in Wohnungen, Hotelzimmern und Arbeitsumgebungen.
So entstehen Montagen, in denen sich Bild und Text, Hoch- und Popularkulturelles, Schwarz-Weiß und Bunt, Fotografie und Zeichnung, Gedrucktes und handschriftlich Notiertes (ver)stören, kommentieren und scheinbar erklären. Langenbachs Arbeiten sind Zwischen-Welten, ästhetische Räume, in denen bisher Vertrautes so aufeinander trifft, dass es fremd erscheint - subtil und poetisch, artistisch und schrill, aber auch brutal an der Schmerzgrenze „zusammen gehauen“. 

FAK Münster  2006