Kunstausstellung
Szenenwechsel VII
Kulturbahnhof Kreuztal
11. Juni 2010 bis 05. September 2010
Szenenwechsel: "Zwischenwelten"
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 6.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Samstag und Sonntag 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Kulturbahnhof Kreuztal / Bahnhofstraße 11
In der Ausstellung im Kreuztaler Kulturbahnhof werden Arbeiten aus den letzten beiden Jahren zu sehen sein.
Bei diesen Bildern handelt es sich um Momentaufnahmen aus dem alltäglichen Leben.
Ich versuche vermeintlich Unwichtiges und Nebensächliches einzufangen und diese kurzen Augenblicke festzuhalten.
Ein Lichtstreifen am Himmel, die flüchtige Betrachtung einer Landschaft, aber auch zurückgelassene Spuren auf dem Frühstückstisch erhalten in der Darstellung plötzlich ein Eigenleben. Diese Momentaufnahmen sind Welten zwischen den Welten, Zwischenwelten.
Während meiner Reisen, aber auch im Alltag sammle ich diese kleinen Augenblicke, ich fotografiere, fertige kleine Skizzen und Zeichnungen an, sammle Zeitungsausschnitte und notiere spontane Gedanken. Diese Dokumente dienen zumeist als Ausgangsmaterial und Inspiration für die abstrahierte Darstellung auf der Leinwand.
Andere Bilder entstehen in einem entgegen gesetzten Verfahren: abstrakte malerische Spuren werden spielerisch weiter verdichtet zu gegenständlichen Elementen, welche reale Vorbilder als Ausgangspunkt vermuten lassen. Beiden Vorgehensweisen liegt eine sehr subjektive Betrachtungsweise zu Grunde.
Ich interessiere mich insbesondere in den Stadt- und Naturlandschaften für visuelle Phänomene, die durch besondere Lichtverhältnisse ausgelöst werden.
Darstellungen von Zwielicht, Gegenlicht und Reflektionen in der Dämmerung lassen die Landschaften geheimnisvoll erscheinen. Einige Bilder sind bedeckt und relativ dunkel, wirken aber nie düster und trostlos. Räume wirken wie kulissenartig überhöhte Momentaufnahmen. Die dargestellten Situationen lassen auf ein Vorher und ein Nachher schließen, geben jedoch keine eindeutige Geschichte vor.
Die räumliche Illusion entsteht zumeist durch das Wechselspiel von Lasuren, Farbverdichtungen und aufgesetzten Lichtern. Doch diese Illusion wird während der Betrachtung stets durchbrochen, da die Oberfläche nicht glatt und in sich geschlossen bleibt: Malerische Spuren werden Teil des Bildes und der Malgrund der Leinwand blitzt hervor.
Die Täuschung einer in sich geschlossenen Bildwelt wird aufgehoben, denn die Farbe ist nicht nur Darstellungsmittel, sondern sie gewinnt an Eigenwert.
Zwischen Augenblicken – Zwischen Tag und Nacht – Zwischen Imagination und Realität – …Zwischen Welten.